Lehre
Lizenzen

Zur Durchführung von Turnieren werden nicht nur zahlreiche Helfern für die
Ausrichtung sondern auch spezielle Helfer für den sportlichen Ablauf
benötigt.

Hier wäre zunächst die Turnierleitung zu nennen. Sie besteht aus einem
Turnierleiter und einem Beisitzer (sowie manchmal zusätzlich auch aus einem
oder mehreren Protokollführern).

Die Aufgaben des Turnierleiters/Beisitzers dürfen nur Personen übernehmen,
die im Besitz einer gültigen Turnierleiter/Beisitzer-Lizenz des DTV sind.

Sie müssen sich im Rahmen einer entsprechenden Lizenz-Ausbildung das
Regelwerk angeeignet haben und dies in einer Prüfung nachweisen. Die Lizenz
gilt für zwei Jahre und muss im Laufe dieser zwei Jahre für den darauf
folgenden Lizenzzeitraum durch Teilnahme an Lizenzerhaltslehrgängen
verlängert werden.

Der Turnierleiter ist nicht nur der Moderator. Er hat dafür Sorge zu tragen,
dass das Turnier gemäß den Regularien der Turnier- und Sportordnung fair und
korrekt durchgeführt wird. Der Beisitzer nimmt die Stellproben der
Formationen ab und prüft hierbei die Regelkonformität der einzelnen
Darbietungen. Die Turnierleitung ermittelt in einer Auslosung mit den
Mannschaftsführern die Startreihenfolge und erstellt die erforderliche
Dokumentation des Turniers (Ausfüllen der Startbücher, Erstellen der
Turnierunterlagen).

Die Endergebnisse werden aus den Wertungen der Wertungsrichter ermittelt. Es
ist mindestens eine ungerade Anzahl von Wertungsrichtern (mindestens drei)
eingesetzt. Bei Ligaturnieren sind dies fünf, bei Meisterschaften sieben
Wertungsrichter.

Als Wertungsrichter darf fungieren, wer im Rahmen einer Ausbildung die
Lizenz zum JMD-Wertungsrichter im DTV durch Prüfung erhalten hat. Die
Wertungsrichter bewerten die Formationen in jeder Runde neu und zwar
vergleichend in den vier Wertungsgebieten. Sie vergeben in jedem
Wertungsgebiet pro Formation eine Punktezahl zwischen 0 und 10. In der
Ausbildung (und in den mindestens alle zwei Jahre erforderlichen
Erhaltsschulungen) werden die objektive Bewertung und die Inhalte der
einzelnen Wertungsgebiete sowie deren Veränderungen im Laufe der Zeit
geschult.

Das sportliche und technische Niveau sowie dessen Weiterentwicklung des
JMD-Teams obliegen den Trainern. Um hierfür eine gute und fundierte Basis zu
schaffen, sollte die Trainer JMD-Lizenz erworben werden. Im Rahmen dieser
Trainerausbildung werden nicht nur die technischen Aspekte des Sports,
sondern auch Pädagogik, Bewegungslehre, Medizin und Trainingslehre u.a.
geschult. Die Ausbildung soll die Teilnehmer befähigen, durch ein
umfassendes Sportverständnis für Jazz- und Modern Dance eine JMD-Formationen
sportlich und technisch weiter zu entwickeln.

Einen ersten Schritt zur Trainerlizenz stellt die Ausbildung zum
Trainerassistenten JMD dar. Komprimiert wird den Teilnehmer dieser Ausbildung
durch die Ausbildungsinhalte Sportverständnis, Training unter
gesundheitsorientierten Gesichtspunkten und Organisation im überfachlichen
Bereich sowie Trainingsaufbau, Choreographie, Technik, Musiklehre und
Präsentation im fachlichen Bereich das Wissen vermittelt, um das Training
einer JMD-Formationen zu strukturieren und durchzuführen. Hierauf aufbauend
kann/sollte die Trainerlizenz zu einer Vertiefung führen.

Durch die regelmäßigen Aus- und Weiterbildungen für alle Lizenzen auf der
Basis der aktuellsten Erkenntnisse erfährt der Jazz- und Modern Dance im
Deutschen Tanzsportverband stets Erweiterungen und Neuerungen.